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Donnerstag, 2. Januar 2014

Ich hatte einen Vorsatz für 2014...

...doch dann vergaß ich ihn :O

Kein ulkiges Zitat, kein Witz, garnichts - genau so ist es geschehen. Irgendwie war ich nie der Mensch für Vorsätze, ich merkte schon damals viel zu schnell, dass ich diesen Druck nicht mag und ich im Endeffekt eh mache was ich will, egal wie oft ich mir etwas vornehme. Also habe ich dazugelernt und will mir nichts mehr vornehmen. Doch so einfach ist es dann ja auch nicht...

Als ich Dagi's Jahresrückblick (und auch ein wenig Vorausblick) las, wurde ich dann doch ein wenig wehmütig und mir wurde klar warum Menschen dazu neigen, zurückzublicken.. zu schauen was sie erwartet und sich auch etwas vorzunehmen, ein bisschen eingreifen, vorausplanen für die Zukunft. Dennoch bin ich immer noch nicht die reif für sowas. Dann kam mir ein Gedanke und ich wusste DAS wird mein Vorsatz, ich muss ihn ja nicht Vorsatz nennen... ich habe alles vergessen, den ganzen Gedanken. Schade! Ich weiß nur noch, dass es etwas mit mir, meinem Innenleben und meinen Gefühlen zutun hatte. Ein bisschen Ego, aber im Sinne von - ich bin jetzt mal nicht zu jedem Depp nett, sondern zu mir selbst. Vielleicht taucht der Gedanke ja nochmal auf, wenn nicht... nunja ;)

Und eben, als ich dachte, ach ich schreibe was zu Vorsätzen - fiel mir dann ein, dass eine Sache doch ganz unbedingt mein Vorsatz sein "müsste" - S P O R T.

Ich habe selbst schon große Reden im Zuge des ganzen Fitness "Hypes" geschwungen und das gute war, der Hype trieb auch mich in die Laufschühchen... seit Norwegen liegen sie aber in der Sporttasche rum und eigentlich schäme ich mich. Nicht für's 'keinen Sport machen', sondern für's nicht-bewegen. Denn grad in Norwegen habe ich gemerkt, wie toll Bewegung in der Natur ohne ekeligen Figurwahn oder sonstwas im Hinterkopf sein kann...

Ich habe chronisches Asthma bronchiale, ein BESCHISSENES Immunsystem und fühle mich fast immer sehr schlapp & genau DAS sollte mich zum Sport machen bewegen. Ich nehme es mir nicht vor und ich nenne es auch nicht Vorsatz, sondern ich frage mich:
Werde ich es im neuen Jahr schaffen,
mehr Sport zu machen?


** Denn laut den - von mir ach so lieb zitierten - Wissenschaftlern, spornen einen jene Fragen viel mehr an, als die Sätze mit "Ich nehme mir vor...". Also, wisst ihr bescheid, schnell alles nochmal zur Frage umformulieren ^.<

In diesem Sinne:

Samstag, 22. Juni 2013

Der neue FITNESSHYPE vs. Meine Gedanken?!

Ich werde zuerst was über den aktuellen "Fitnesshype" schreiben und anschließend noch ein paar Worte über meinen "Fitness-Status" loswerden, wenn du also interessiert bist, lies gern zuende (auch wenn es ne Weile dauert ;) und geb deinen Senf dazu :)

Das, was ich als neuen Fitnesshype betitel, ist euch sicherlich auch aufgefallen, bzw. weiß ich garnicht ob man sich dessen momentan entziehen kann. Von überall schallt es "Healthy is the new sexy", "Fitspo" (Motivationsbilder & Zitate) und "Vegan for Fit". Besonders in verschiedenen sozialen Netzwerken des WWW kommt man nicht drum rum. Ganz besonders ist mir dies auf Instagram aufgefallen. Jede zweite Dame, welcher ich followe, postet ständig Bilder von sich beim Sport, mit verschwitztem Gesicht, oder auch ihrem 'achsogesundem' Mittagssnack! (Was ich genau DAVON halte, später mehr dazu ;)

Die meisten dieser Damen haben sich von Cassey Ho anstecken lassen. Sie ist Pilates & Fitnesstrainerin und betreibt den YouTube-Channel BLOGILATES. Sie bietet richtige Trainingsprogramme & dazugehörige Rezepte, die es dem einen oder anderen anscheinend erleichtern den Schweinehund zu bezwingen. Ein weiteres großes Thema ist VEGANE ERNÄHRUNG. Dank Attila Hildmann 'kämpften' sich einige durch "Vegan for Fit - In 30 Tagen zu einem neuen Körpergefühl" und haben oftmals auch dadurch ihre Ernährung umgestellt. Wir müssen uns also anscheinend auch an (zum Teil oft lächerlich und gestellt wirkende) hypergesunde Food-Hauls auf gewissen Plattformen gewöhnen.


Die PRO Seite des ganzen liegt für mich auf der Hand: Es ist allemal besser einem Hype zu folgen, der dir und deinem Körper guttut, als einer der ihm schadet oder dein Budget auffrisst. Es ist schön mitanzusehen wie Leute Mut fassen und endlich an sich und ihre Kräfte glauben. Es ist toll, dass es mittlerweile von lauter 'gesunden' Kochblogs wimmelt, die Alternativen zum sattgesehenem Fast Food geben und ich als Vegetarier freue mich auch unheimlich, wenn Attila Hildmann so manchen Kopf wachrüttelt - egal ob es sich dabei um veganes, vegetarisches oder einfach um das Kaufen von Bio/gesunden Produkten handelt. Der wichtigste Faktor dabei, ist für mich, das Wörtchen BEWUSST und das dazugehörige BEWUSSTMACHEN! Wenn man auf seinen Körper hört, sich dessen bewusst wird, dann kommt etwas in's Rollen. Ich muss mir zuallererst selbst bewusstmachen, Wie lebe ich? Fühle ich mich wohl? Möchte ich etwas ändern? Und wenn ja, WAS?!

"Unter Fitness wird im Allgemeinen körperliches und oft auch geistiges Wohlbefinden verstanden." sagt Wikipedia und dem stimme ich voll und ganz zu, allerdings ist Fitness auch ein biegsamer Begriff, den sich viele so zurechtbiegen wie sie gern möchten...

Und deshalb bleibt für mich nicht aus, dass es auch eine CONTRA Seite dieses Hypes gibt, welche der Pro Seite in nichts nachsteht. Zuallererst fällt mir in erster Linie immer öfter auf, dass viele dieser "Fitnessfreaks" wirklich sportsüchtig wirken. Sport ist eine super Sache, dennoch denke ich, dass man aufpassen muss, was man seinem Publikum vermittelt. Große Namen in der Szene, ich nehme nun das Beispiel Cassey Ho haben etliche Medien eingenommen (Twitter, Facebook, Instagram, Blogs, YouTube) auf welchen sie den Sport bewerben! Ich überlege nun, wie würde das Ganze auf mich wirken, wenn ich noch ein pubertierendes Mädchen wäre... mit meinem Pubertätsspeck, der mich unheimlich belastete. Irgendwo überschreiten Leute wie Cassey Ho für mich eine Grenze - genau diese, zwischen Sport ist super und Sport ist ein MUSS! Und wenn du keinen Sport machst bist du ein "Nichts"...

(einer von Cassey's Slogans)

Für mich bleibt dabei die SCHÖNHEIT einer jeden Frau auf der Strecke. Was wir für unseren Körper tun möchten, sollte unsere Sache sein und ich denke ich hätte diesen Trend als Teenager grausam gefunden. Heute, mit 25, sehe ich das mit anderen Augen und kann mir das Thema so zurechtfiltern, wie es mir nutzt und was ich daran vertretbar finde. Fakt ist auch, dass in dieser Szene sehr wohl mit Photoshop und anderen Bearbeitungsprogrammen gearbeitet wird, was das Ganze unrealistisch verzerrt und ungesund macht. 

Passend dazu der neue Trend zur "THIGH GAP" aka. die Lücke zwischen den Beinen, welche sogut wie jedes abgemagerte Model, aber kaum eine gesunde, weibliche Frau hat. Zudem ist diese 'Lücke' in erster Linie abhängig von der Knochenstruktur und lässt sich nicht immer "ranzüchten". Besonders dieses Beispiel lässt mich kalte Kotze aufstoßen. Der Trend ist in Amerika deutlich stärker ausgeprägt, dennoch sehe auch ich immer wieder krasse Bilder auf den Instagram-Portalen deutscher junger Mädchen. Es gibt einen Tumblr allein zum Thema Thigh Gap *kopfschüttel*

Wenn "Fitspo" nach hinten losgeht sehen die Bilder wie folgt aus, abgebildet ist ein superheiß aufgebretzeltes mageres Model und tituliert ist das ganze mit den Worten
"If you want it -
WHY THE HELL ARE
YOU EATING?"
...genau deswegen kommt es mir hoch und mir fehlen die Worte!

Umso schöner ist es dann aber auch zu sehen, dass es noch genug Teenager mit Grips gibt ;)


Nun zu meinem Verhältnis gegenüber Fitness und der neuen 'Bewegung'!

Mit ca. 17 Jahren wurde bei mir Asthma Bronchiale diagnostiziert. Außerdem habe ich einige Allergien die mir meine Atmung zeitweise erschweren können (Staub, Pollen, etc.). Ich war niemals sportlich und schmückte mich als Teenager mit den Worten "Sport ist Mord". In der Schule war ich der typische Durchschnitt und hatte immer eine 3, Mühe machte ich mir aber auch keine. 

Mit 22 Jahren dachte ich mir zum ersten Mal bewusst - Aline, das kann's nicht sein! Du schaffst es nichtmal eine lange Treppe hinaufzusteigen ohne außer Puste zu sein, oder der Bahn hinterherzurennen. Oft schob ich dies auf das Asthma, was sicherlich auch so ist, aber während meiner jetzigen Ausbildung merkte ich, dass ich das Ganze durchaus lenken kann.

Zum ersten Mal hatte ich während der Ausbildung Sportunterricht, an welchem ich Spaß hatte. Die Lehrer waren super und zuletzt bekamen wir eine neue Sportlehrerin. Ich dachte mir, Aline du hast jetzt die Chance alles zu geben und einfach mal Spaß am Sport zu finden. Belohnt wurde ich mit einer 1 auf dem Zeugnis, welche mich beinahe schon zu Tränen rührt, da sie für soviel mehr als nur diesen Unterricht steht. Seitdem hat sich irgendwas in meinem Kopf umgestellt. Ich weiß ich kann, wenn ich will und ich weiß, dass Sport unglaublichen Spaß machen kann.

Nun ist die Schule vorbei und ich habe eine Menge Freizeit. Ich gestehe, ich habe vor, mich über meine Krankenkasse bei 1-2 Kursen anzumelden, liebäugelte aber auch immer mit dem einfachen Gedanken einfach vor die Tür zu gehen und loszulaufen. Und mittlerweile habe ich es getan! Es gibt nichts unattraktiveres als meine Umgebung und ich hasse es, nicht in einer wunderschönen Stadt leben zu können, aber es war mir egal. Die viele Zeit die ich momentan habe nutze ich tatsächlich teils mit sportlichen Aktivitäten.

Dazu muss ich sagen, dass ich noch SEHR kleine Schritte gehe. Zum Asthma, ich bin bereits jahrelang medikamentös eingestellt und es fällt mir leicht die Signale meines Körpers zu hören. Ich laufe momentan im Intervall und habe weder Zeit noch Km vor Augen. Ich mache das, weil ich mich gut, besser fühlen möchte. Ich strebe es nicht an Kilos zu verlieren, sondern lediglich Ausdauer zu gewinnen. Zudem können Krankheitsrisiken verringert werden und Konzentrations/Lernfähigkeit werden gesteigert.

Aus purer Langeweile, tatsächlich, habe ich auch mit Blogilates begonnen ;) Ich mache momentan das POP Pilates for Beginners Programm, finde Spaß daran und merke plötzlich meine Muskeln. Das alles nimmt momentan etwa 30-60 Min meines Tages ein. Ich weiß nicht inwiefern ich so streng bleibe, vorallem, wenn ich wieder mehr am Hut habe, aber ich weiß dass ich weiterhin was für mich tun möchte.

Und nun nochmal zu den Instagram Bildern, welche ich bereits zu Beginn ansprach ;)


AUCH ICH GEHÖRE DAZU! Und natürlich nehme ich ein solches Bild mit "Kampffaust" mit Humor, aber das Geheimnis des Ganzen ist die MOTIVATION! Diese kleinen doofen Bilder geben mir Motivation, machen Mut und verlangen irgendwie ein Durchhaltevermögen :D

Und auch die Leute die dies verfolgen, mitfiebern und Tipps geben, spornen mich an!
Und ich denke zum großen Teil, habe ich auch deswegen gebloggt.
Hier ist nun mein Versprechen an mich selbst, was für MICH und NUR FÜR MICH, zu tun :)
(darauf erstmal ein Stück Schoki ^-^)

JETZT IHR, WAS HALTET IHR VON ALL DEM KRAM ?